Unsere Kirchengemeinde stellt sich vor

Wir sind die Kirchgemeinde Mulda-Helbigsdorf und begrüßen Sie rechtherzlich auf unserer Internetseite.   

 

 

Die Ortschaft Mulda, zeitweilig auch Muldau, wohl auch Moldau genannt, wie heute das vier Stunden entfernte Moldau in Böhmen, mit dem es auch manchmal verwechselt wurde, hat seinen Namen unzweifelhaft von dem Fluss Mulde, an dem es sich befindet. Es liegt 440 Meter über dem Meeresspiegel im Muldental. Erst 1333 findet der Ort Erwähnung und gehörte damals den Herren von Ertmarstdorf, die auch den Nachbarort Dorfchemnitz besaßen. Das Erbgericht mit großem Waldbestand wird im Jahre 1419 erwähnt. 

hölzerner Engel 1732

 

 

 

Die barocke Muldaer Kirche, am Hang errichtet, überragt mit ihrer goldenen Kuppel und dem Kreuz die im Tal angesiedelten Gebäude. Gut erkennbar ist die neue Schindeleindeckung des Turms, das neu gestaltete Zifferblatt der Turmuhr, das hell gestrichene Mauerwerk. Auch das Umfeld wirkt gepflegt. Nicht erkennbar ist das Alter des Gemäuers, es kann in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts datiert werden. Aufschluß darüber ergibt eine Bistumsmatrikel zu Meißen, die im Jahre 1346 Mulda als Kirchort bezeichnet. Unter Krieg und anderer Not hatte Mulda von jeher viel zu leiden. Nicht nur, dass im Jahre 1634 die Kirche von den Schweden teilweise eingeäschert wurde, durch Krieg und Pest war der Ort außerdem so zerrüttet, dass er sich in den Jahren 1634-79 kirchlich an Dittersbach anschließen musste. Nach dem Brand ist die Kirche wahrscheinlich auf den alten Umfassungsmauern im Jahr 1643 wieder erbaut worden. Der Turm in seiner jetzigen Gestalt stammt aus dem Jahre 1688. 1989/90 fand eine Neugestaltung des Innenraumes der Kirche unter Pfarrer Bernd Frauenlob statt. Die gesamte Elektrik wurde erneuert, eine moderne Heizung eingebaut. Zudem wurde der Fußboden mit Fliesen versehen. 

 

Einst waren Ende des 19. Jahrhunderts zweigeschossige Emporen im Innenraum eingebaut worden. Damit fasste das Kirchenschiff ungefähr 400 Gläubige. Während der Rekonstruktionsarbeiten 1998/90 wurden sie wieder entfernt und der Innenraum dadurch heller und freundlicher. 200 Menschen finden nun in der Kirche Platz. 1994 baute Orgelbaumeister Wünning aus Groß- olbersdorf eine neue Orgel ein, 1996 fand eine umfangreiche Turmsanierung statt und1998 bekam die Kirche schließlich neue Kirchenbänke. Der Sandsteinaltar von 1584 im Altarraum stammt aus der nicht mehr für kirchliche Zwecke genutzten Jakobikirche in Wilsdruff. 1992 erfolgte eine Restaurierung dieses Altars, eine Bildhauerarbeit aus der Renaissancezeit, die Andreas, Samuel d.Ä. und Uriel Lorentz zuge- schrieben wird. Der 3,40 Meter hohe Altar besteht aus 16 einzelnen Blöcken und gliedert sich in drei Ab- schnitte. Die Predella zeigt die Abendmahlsdarstellung. Der Mittelteil stellt die Kreuzigung Christi dar, flankiert von Johannes dem Täufer und einer Figur, welche die gesamte Menschheit symbolisiert. Gekrönt wird der Altar von einem Relief mit der Auferstehung Christi.

 

 

Erbauer der Orgel: Georg Wünning, Großolbersdorf Erbauungsjahr: 1994 Disposition Gedackt 8´ Quintade 8´ Principal 4´ Rohrflöte 4´ Nasat 2 2/3´ Octave 2´ Terz 1 3/5´ Sifflet 1´ Mixtur 3f. 1 1/3´ Tremulant Subbaß 16´ Principal 8´ Pedalkoppel